Die Ergänzungsprüfung

Gibt es weiterhin Rettungsassistenten?

 

Ja, Rettungsassistenten dürfen auch weiterhin die Berufsbezeichnung „Rettungsassistent/in“ führen, sofern sie hierzu die Berechtigung besitzen. Weiterhin kann jeder, der die Ausbildung zum Rettungsassistenten vor Außerkrafttreten des Rettungsassistentengesetzes zum 31.12.2014 begonnen hat, diese auch zu Ende führen.

 

Vom Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter

 

Eine Weiterqualifizierung zum Notfallsanitäter ist möglich. Das Notfallsanitätergesetz räumt hierzu eine Übergangsvorschrift ein.

 

Abhängig von der Berufserfahrung als Rettungsassistent muss vor der sogenannten staatlichen Ergänzungsprüfung ggf. eine weitere Ausbildung zur Vorbereitung stattfinden.

 

Die Übergangsvorschrift gilt sieben Jahre nach Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes. In diesem Zeitraum muss die Ergänzungsprüfung bestanden sein.

NOBiZ-Ergaenzungsprüfung-NotSan

 

Weitere Informationen finden Sie in folgenden Unterlagen:

Infoflyer „Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter – Freiwillige Vorbereitungskurse“
Infoflyer „Ergänzungsausbilung zum Notfallsanitäter – 480 Stunden-Modell“
Infoflyer „Ergänzungsausbilung zum Notfallsanitäter – 960 Stunden-Modell“

 

Freiwillige Vorbereitungskurse auf die Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter

 

Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten mit mindestens 5-jähriger Berufspraxis (vor dem 01.01.2014) können ohne weitere Ausbildung bis zum 31.12.2020 die Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter absolvieren.

 

Trotz dieser auf den ersten Blick langen Frist ist es ratsam, frühzeitig aktiv zu werden. Sie können damit späteren Engpässen bei Kursen und Prüfungen aus dem Weg gehen und sich zudem hervorragend auf dem Arbeitsmarkt positionieren. Daher bieten wir Ihnen in der gewohnten Professionalität ab sofort Vorbereitungskurse an.

Die Vorbereitung erfolgt am Notfallbildungszentrum Eifel-Rur und sieht wie folgt aus:

 

NOBiZ-freiwillige_Vorbereitung_NotSan-Ergaenzungspruefung

 

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

Sie werden im ersten Präsenzmodul intensiv in einem handlungsorientierten Unterricht auf die für die Ergänzungsprüfung notwendigen Kompetenzen vorbereitet. In Arbeitsgruppen werden die potenziellen Fallszenarien unter Berücksichtigung der „Standard Operating Procedures“ (SOPs) bearbeitet, besprochen und erläutert. Im zwieiten Präsenzmodul werden in praktischen Simulationen die SOPs angewendet und die erforderlichen Fachgespräche trainiert. Den Abschluss bildet dann innerhalb einer Woche die staatliche Ergänzungsprüfung.

 

Aktuelle Termine zur freiwilligen Vorbereitungsseminaren finden Sie hier >>

 

Ergänzungsausbildung zum Notfallsanitäter – 480 Stunden-Modell

 

Für Rettungsassistent/innen mit einem Tätigkeitsnachweis von 3 bis 5 Jahren sieht § 32 NotSanG eine Ergänzungsausbildung mit einer Dauer von 480 Stunden vor. Mit ihr werden die Kenntnisse und Fertigkeiten erworben, in denen sich die Qualifikation des RettAss vom NotSan unterscheidet. Darüber hinaus dient sie der Vorbereitung auf die staatliche Ergänzungsprüfung.

 

Außerdem erfüllt die Teilnahme an der Ausbildung die 30-Stunden-Fortbildungspflicht gemäß § 5 Abs. 4 RettG NRW.

Die Ergänzungsausbildung beinhaltet sowohl theoretische als auch praktische Elemente. Klassische Notfallbilder werden unter verschiedenen Rahmenbedingungen unterrichtet. Dazu werden verstärkt Fallbeispiele in Theorie und Praxis eingesetzt.

 

Die Ausbildung beginnt mit der ersten Präsenzphase. Diese findet an einem LANO-Standort statt und hat einen Umfang von 280 Unterrichtseinheiten (8 UE pro Tag), die sich auf 7 Wochen verteilen.

Danach geht es weiter mit der Klinikphase (80 Stunden) und der Lehrrettungswachenphase (80 Stunden), in denen die praktische Ausbildung absolviert wird.

In der anschließenden Präsenzphase von 40 Stunden Umfang werden die Teilnehmer an einem LANO-Standort konkret auf die Ergänzungsprüfung vorbereitet. Diese folgt direkt nach der zweiten Präsenzphase und besteht aus einem praktischen Teil (2 Fallbeispiele, internistisch und chirurgisch, je 20-40 Minuten) sowie einem mündlichen Teil (30-40 Minuten, 3 Themenbereiche).

 

Aktuelle Termine zum 480 Stunden-Modell finden Sie hier >>

 

Ergänzungsausbildung zum Notfallsanitäter – 960 Stunden-Modell

 

Für Rettungsassistent/innen mit einem Tätigkeitsnachweis von weniger als 3 Jahren sieht § 32 NotSanG eine Ergänzungsausbildung mit einer Dauer von 960 Stunden vor. Mit ihr werden die Kenntnisse und Fertigkeiten erworben, in denen sich die Qualifikation des RettAss vom NotSan unterscheidet. Hierbei liegt die Priorität auf dem praktischen Unterricht.

 

Die inhaltlichen Schwerpunkte sind größtenteils identisch mit dem 480 Stunden-Modell. Die Ausbildung dient der Vorbereitung auf die staatliche Ergänzungsprüfung.

Außerdem wird durch die Teilnahme an der Ausbildung die 30-Stunden-Fortbildungspflicht gemäß § 5 Abs. 4 RettG NRW erfüllt.

 

Die Ergänzungsausbildung beinhaltet sowohl theoretische als auch praktische Elemente, die verstärkt durch den Einsatz von Fallbeispielen gelernt werden. Sie beginnt mit der ersten Präsenzphase. Diese findet an der NOBiZ statt und hat einen Umfang von 600 Unterrichtseinheiten (8 UE pro Tag), die sich auf 15 Wochen verteilen.

Danach geht es weiter mit der Klinikphase (180 Stunden) und der Lehrrettungswachenphase (140 Stunden), in denen die praktische Ausbildung absolviert wird.

 

In der anschließenden zweiten Präsenzphase von 40 Stunden Umfang werden die Teilnehmer an einem LANO-Standort konkret auf die Ergänzungsprüfung vorbereitet. Diese folgt direkt nach der zweiten Präsenzphase und besteht aus einem praktischen Teil (2 Fallbeispiele, internistisch und chirurgisch, je 20-40 Minuten) sowie einem mündlichen Teil (30-40 Minuten, 3 Themenbereiche).

 

Aktuelle Termine zum 960 Stunden-Modell finden Sie hier >>

 

Wie sieht die Ergänzungsprüfung zum NotSan aus?

 

Die staatliche Ergänzungsprüfung für Rettungsassistenten gliedert sich nach der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäter in einen mündlichen und einen praktischen Prüfungsteil.

 

Die mündliche Prüfung zum Notfallsanitäter für Rettungsassistenten dauert 30 bis 40 Minuten und beinhaltet folgende Themen:

 

1. Kommunikation und Interaktion mit sowie Beratung von hilfesuchenden und hilfebedürftigen Menschen unter Berücksichtigung des jeweiligen Alters sowie soziologischer und psychologischer Aspekte.

2. Handeln im Rettungsdienst an Qualitätskriterien ausrichten, die an rechtlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen orientiert sind.

3. Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken, lebenserhaltende Maßnahmen und Maßnahmen zur Abwendung schwerer gesundheitlicher Schäden bis zum Eintreffen des Notarztes oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung durchführen.

 

Die praktische Prüfung zum Notfallsanitäter für Rettungsassistenten dauert 20 bis 40 Minuten pro Fallbeispiel (inkl. Fachgespräch). Ein Fallbeispiel kommt aus dem Bereich der traumatologischen Notfälle und ein Fallbeispiel aus dem Bereich der internistischen Notfälle.

 

Die mündliche Ergänzungsprüfung und jedes Fallbeispiel der praktischen Ergänzungsprüfung können einmal nach der Teilnahme an einer zusätzlichen Ausbildung wiederholt werden.